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Tiere

Kleinbäuerlichkeit, Vielfalt auf dem Hof und ein breites Produktangebot ist uns wichtig. Deshalb gibt es bei uns am Hof eine Menge verschiedener Tiere. 

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Weide-Hühner

Die Hühner waren die ersten Tiere, die 2020 neu auf den Hof gekommen sind. Sie leben ganzjährig in ihrem Mobilstall und leisten einen Riesenbeitrag zum Bodenaufbau. Auch bei den Hühnern verfolgen wir die Weiderotation, d.h. zweimal pro Woche wird der Mobilstall umgestellt und die Hühner bekommen einen neuen Auslauf. Dabei erhalten sie jedes Mal soviel Auslauf, nämlich 4m2 je Henne, wie ihnen nach EU-Bio Richtlinien für ihre gesamte Lebenszeit zusteht. Die Hühner können ihren natürlichen Trieben folgen: Scharren, ausgiebige Staubbäder nehmen, Insekten fangen, Kräuter und Gräser picken, die Sonne genießen und einfach Huhn sein. Aus Überzeugung halten wir immer Hähne in der Herde, damit die Hühner ihr natürliches Herdenverhalten zeigen können. Eine Ausnahme machen wir im Winter bei geschlossener Schneedecke. Die Hühner genießen zu der Zeit zwar den Auslauf, aber es findet keine Interaktion mit der Grasnarbe statt und deshalb muss der Wagen nicht so oft umgesetzt werden. Zur zusätzlichen Beschäftigung bieten wir den Hühnern dann Stroh oder Heu sowie beispielsweise gekeimtes Getreide oder Gemüse an. Bestes Biofutter und frisches Wasser steht ihnen natürlich immer zur Verfügung.

Die frischen, leckeren Eier können rund um die Uhr in unserer SB-Eierkiste direkt am Hof erworben werden. Dafür können gerne eigene Eierkartons oder andere Behältnisse mitgebracht und aufgefüllt werden. Es stehen aber selbstverständlich auch neue Verpackungen bereit. 

Außerdem gibt es hin und wieder frische Suppenhühner. Um keinen Schlachttermin zu verpassen lohnt sich die Anmeldung beim Newsletter.

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Weide-Hähnchen

2021 kamen die nächsten Tiere auf den Hof: 350 flauschige, gelbe Tennisbälle, die zu stattlichen Hähnchen heranwachsen. Die ersten vier Wochen verbringen die Küken in ihrem eigens ausgebauten Aufzuchtstall. Hier können sie behütet heranwachsen und sich langsam an Außenklima, Grünfutter und uns gewöhnen. Sobald es das Wetter zulässt, ziehen die Hähnchen in ihre Mobilställe auf die Weide um. Die Ställe werden jeden Tag weiter gezogen und den Hähnchen steht zusätzlich ein großer Auslauf zur Verfügung, um ihre natürlichen Triebe ausleben zu können. Nach ca. 12 Wochen erreichen die Hähnchen ihr Schlachtgewicht und werden zu einem kleinem Bio-Geflügelschlachter in der Nähe gebracht, der sie dann zu einem wertvollem Lebensmittel verarbeitet. 

Damit das gesamte Tier, und nicht nur die Edelteile, Wertschätzung erhält, vermarkten wir die Hähnchen ausschließlich im Ganzen. Selbstverständlich sind die Hähnchen bratfertig und vakuumiert. Zwischen Juni und November werden regelmäßig frische Hähnchen angeboten. Zwischen Dezember und Mai kannst Du tiefgefrorene Hähnchen kaufen. Verkaufstermine und Ab-Hof-Verkäufe kündigen wir über den Newsletter, Facebook und Instagram an.

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Weide-Rinder

Wir halten eine kleine Mutterkuhherde, die den Großteil des Jahres draußen verbringt, sich ausschließlich von Gras und Heu ernährt und uns immer wieder neu begeistert. Die Rinder sind einerseits das wichtigste Werkzeug, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und Humus aufzubauen und gleichzeitig das größte Hobby auf dem Hof. Wir ziehen die Kälber im Herdenverband auf und schlachten jedes Jahr einige Tiere. Da wir ausschließlich Grünfutter und Heu füttern erzeugen wir eine ganz besondere Fleischqualität - wie wir finden.
Rinder haben häufig einen sehr schlechten "Ruf". Klimaschädlich sind sie, heißt es. Das ist so nicht richtig. Es kommt auf die Haltung und Fütterung an. Rinder haben eine besondere Fähigkeit: Sie können (!) sich ausschließlich von Gras und Heu ernähren. Sie benötigen keine Kraftfuttermittel, Silage oder Ähnliches. Das gehört grundsätzlich nicht zu ihrer natürlichen Ernährung. Es wird häufig eingesetzt, weil so schneller und/oder deutlich mehr Fleisch angesetzt wird. Außerdem ist die Heuwerbung im Sommer gar nicht so einfach. In den Aussagen, die man immer wieder liest und hört, wird nicht differenziert um welche Haltungs- und Fütterungsform es sich handelt. Weidehaltung und Grünfutter sorgt im Gegenteil (bei richtigem Weidemanagement) sogar für Klimaschutz. Durch die Nutzung der Weide wird Boden aufgebaut und so eine CO2 Senke geschaffen. Die Ökobilanz wird selbstverständlich eine völlig andere, wenn Getreide, Mais und Co. gefüttert wird. 

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Weide-Kalb

Fünf Autominuten entfernt gibt es einen Bio-Milchviehbetrieb von dem wir 2022 sechs Bullenkälber gekauft haben. Laut Bio-Regeln muss ein Bio-Kalb 12 Wochen mit Vollmilch getränkt werden. Es darf kein Milchpulver oder Ähnliches verwendet werden. Der Betrieb zog die sechs Bullenkälber 12 Wochen lang für uns auf. In der Regel werden alle männlichen Kälber in Milchbetrieben nach ca. 4 Wochen an einen Viehhändler gegeben. Sie haben für einen Milchbetrieb keinen "Wert". Häufig wandern die Kälber dann in große Mastställe. Selbst Bio-Kälber gehen zumeist in die konventionelle Mast, da es de facto kaum bis keine Bio-Betriebe gibt, die Milch-Bullen aufziehen. In den großen Kalbmastställen wird hauptsächlich Milch bzw. Milchpulver gefüttert. Um dem Vebraucher das klassische Kalbfleisch anbieten zu können. Das sehr helle, weiße Fleisch eines Kalbs, dass nur durch diese Fütterung entsteht. Das ist allerdings alles andere als natürlich. Sie bekommen Mangelerscheinungen. Normalerweise fangen die Kälber schon nach wenigen Tagen an Raufutter/Grünfutter in kleinen Mengen aufzunehmen. Dadurch bildet sich deren Magensystem aus. Mit zunehmendem Alter wird die Menge mehr. Milch gibt es selbstverständlich auch noch zusätzlich bei der Mutterkuh.

Wir haben uns entschieden ein Gegenmodell zu versuchen. Unsere Kälber leben wie alle Rinder auf dem Grünland. Sie wurden 12 Wochen mit Vollmilch getränkt und ernähren sich von nun an nur noch von Grünfuter und Heu. Um sie an uns zu gewöhnen locken wir sie mit klitzekleinen Mengen frischem Bio-Schrot oder anderen Leckerlis. Die Arbeit mit Rindern ist nicht ungefährlich, wenn die Rinder kein Vertrauen in den Menschen haben. Deshalb ist es gerade am Anfang besonders wichtig sie an uns zu gewöhnen.

Je nach Entwicklung und Nachfrage schlachten wir einige Tiere. Um keinen Verkaufstermin zu verpassen, lohnt es sich beim Newsletter, auf Facebook und/oder Instagram dabei zu sein.

 
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Thüringer Waldziegen

Unsere acht Ziegenböcke der Rasse Thüringer Waldziege sind 2022 zu uns gezogen. Sie haben keinen "wirtschaftlichen" Wert im klassischen Sinne, aber irgendwie doch. Als wir im Herbst 2022 einige Hühner durch einen Habicht verloren hatten, musste eine Lösung her. Kurzfristig haben wir die Hühner geschützt durch ein Habichtnetz. Das ist im Winter völlig in Ordnung, aber im Sommer nicht praktikabel, da wir zwei mal pro Woche die Mobilställe der Hühner umziehen. Deshalb wurde schenll klar: Es muss eine andere Lösung her. So fiel die Entscheidung auf Ziegen. Sie werden immer als Paar bei den verschiedenen Geflügelgruppen eingesetzt und fungieren als Herdenschutz. Sie laufen in dem großen Auslauf der Hühner und Hähnchen mit und fressen Gras. Raubvögel werden durch die "großen" und sich bewegenden Ziegen abgeschreckt. So die Hoffnung. Wir halten Dich auf dem Laufenden und erzählen gerne von unseren Erfahrungen. Klar ist in jedem Fall: Die Ziegen sind ganz anders als Rinder. Lebhaft, frech und machen einfach Freude. 

Weide-Gänse

Kleine, unheimlich flauschige Küken mit Patschefüßchen sind 2022 bei uns eingezogen. Die Gänseküken sind - wie die Hähnchenküken - die ersten Wochen im Aufzuchtstall. Sie werden an die Außentemperaturen, Grünfutter und uns gewöhnt. Sobald sie für das Freiland gewappnet sind, ziehen sie auf die Weide. Auch sie leben in Mobilställen, die täglich weitergezogen werden und genießen ihren großen Auslauf auf der Weide. Gänse können von Natur aus noch deutlich mehr Grünfutter in ihre natürliche Ernährung einbinden als jedes andere Geflügel. Deshalb sind wir ganz gespannt wie sich die Truppe entwickelt. 

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